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Tierheim (heb) Es geht um das pure Überleben. Ohne schnelle finanzielle Hilfe droht dem Tierheim die Schließung. Mindestens 30.000 € jährlich fehlen, Finanzmittel, die bisher in Form von Zuschüssen vom Kooperationspartner „aktion tier – menschen für tiere e. V.“ geflossen sind.
Der Kooperationspartner hat nach 21 Jahren guter Zusammenarbeit die Geldmittel gestrichen. Nach einem massiven Mitgliederschwund bei der „aktion tier“ kamen die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten auf den Prüfstand. In der Folge wurden vielen Tierheimen die Betriebskostenzuschüsse gestrichen, darunter auch der Einrichtung vor den Toren von Tirschenreuth.
Kosten häufen sich
Daniela Riedl, die Leiterin des Tierheims steht noch immer wie unter Schock, weiß sich keinen Ausweg aus dieser Situation. Und weil das Tierheim keine staatliche Einrichtung, sondern der Kreistierschutzverein der Träger ist, gibt es auch keine regelmäßigen Einnahmen in Form staatlicher Unterstützung. Die laufenden Kosten häufen sich derweil weiter an. Abzüglich der Zuschüsse durch das Arbeitsamt kamen im vergangenen Jahr neben den Lohnkosten 10.700 € für Tierfutter (ohne Unterstützung von Tierfutterspenden wäre es wesentlich mehr), rund 16.500 € für Strom, Wasser und Heizung oder 32.000 € Tierarztkosten zusammen. Zudem musste ein neues Fahrzeug beschafft werden, nachdem das alte Auto den Dienst aufgab. Beim Nachfolgefahrzeug werden jetzt Werbeflächen angeboten, um die Finanzen etwas aufzubessern. Einige freie Flächen sind übrigens noch zu haben.
An der Belastungsgrenze
Schwierig ist es auch Personal für die Wochenenden und Feiertage zu finden, denn für weitere Mitarbeiter fehlt schlicht das Geld. Momentan sind etwa 50 Hunde und über 100 Katzen im Tierheim untergebracht. 2009 gab es eine regelrechte „Katzenschwemme“. Daniela Riedl sagt hier mit Nachdruck: „Würden die Leute, wenn sie wilde Katzen füttern, diese kastrieren oder sterilisieren lassen, könnte diese Flut etwas
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eingedämmt werden!“ „Aber das kostet zwischen 80 und 120 €, und das ist den Leute wohl zu teuer.“ Und so kam das Katzenhaus an seine Belastungsgrenze.
Trotzdem müssen Neuzugänge verkraftet werden. Täglich erreichen das Tierheim Anrufe mit der Bitte Tiere aufzunehmen – oft auch aus anderen Landkreisen. Im Moment können nur kranke oder verletzte Tiere aufgenommen werden. 202 Fundtiere, ohne Abgabetiere und ohne Tiere, die wegen schlechter Haltung abgeholt werden mussten, zählte Daniela Riedl im zurückliegenden Jahr. Dabei seien Fundtiere gesetzlich gesehen Fundsachen und für diese müssten die Gemeinden sorgen. Allein für die Fundtiere 2009 entstanden dem Tierheim in den ersten vier Wochen Kosten von über 37.000 €. In 2009 hatten die Gemeinden 15.102 € bezahlt.
„Rein rechnerisch bräuchten wir auf Dauer 800 Personen, die monatlich fünf Euro geben. Dann wären wir aus diesem Dilemma raus“, rechnet Riedl nach. „Wo sollen die alten, kranken, verletzten oder schwer vermittelbaren Tiere hin, wenn es kein Tierheim mehr gibt?“
Für Auskünfte steht Daniela Riedl gerne zur Verfügung, Telefon 0170/528 9294. Informationen im Internet: www.tierheim-tirschenreuth.de.
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